Der Steinkauz
Nisthilfen
Durch die Kartierung kennen wir die Steinkauzstandorte und bringen
nur noch dort Nistkästen an, wo Lebensräume sind aber keine
Steinkäuze erfasst wurden. Wenn keine natürlichen Höhlen in alten
Obstbäumen oder Kopfweiden vorhanden sind werden die Nisthöhlen
paarweise aufgehangen. (Während der Brut muss das Männchen zwar
für Futter sorgen, er wird aber nicht in der Brutröhre vom Weibchen
geduldet). Die Öffnung der Nisthilfe sollte immer in östlicher
Himmelsrichtung und in Richtung des Baumstammes sein (fällt
ein Junges vom Baum kann es am Stamm wieder die Nisthilfe
erreichen) Die Nistkastenstandorte werden auch in einer topo-
graphischen Karte eingetragen.
Kartenausschnitt vom Stadtbereich Xanten mit
Steinkauznistkastenstandorten
Bilder aus den Nisthilfen
Steinkauzpaar 3 fast flügge Junge

Alte bei der Brut Ein Junges und ein unbefruchtetes Ei
Da beim Sturm der zweite Baum auf diesem Standort umgefallen
war haben wir 2 Nisthilfen auf einen Baum montiert.
Auch hier wurde seit 2008 mit Erfolg gebrütet.
Nisthilfendokumentation
Zusätzlich wird für jeden Kasten ein Datenblatt in einer Excel-Datei angelegt.
Hier wird alles Wichtige erfasst.
Vorderseite des Datenblattes
Nistkastennummer
Standort mit:
Name des Bauerns
Hofnamen
Strasse Nr.
Telefon
Umfeld z.B. Streuobstwies
Abstand zum nächsten Gebäude
Baumart
Aufstellungshöhe der Nisthilfe
Einflugrichtung n z. B. Osten
Koordinaten
Rechtswert und Hochwert
Bild

Kartenausschnitt 
Auf der Rückseite des Datenblattes werden
Aufhängungsdatum der Nisthilfe
Reparaturen, Verlegungen und Sichtkontrollen
Brutkontrollen
eingetragen
Gesamtdaten
Damit die Gesamtdaten, z. B. an den Naturschutzbund NRW oder an die
Biologische Station in Wesel, weitergegeben werden können,
haben wir noch eine Zusammenfassung auf einer gesonderten
Excel-Datei gemacht. Hier ist nochmals ein Konzentrat der
wichtigsten Einzeldaten des Steinkauzarchivs zusammengefasst.
Entwicklung der Nisthilfen und deren Belegung

| Jahr | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | |
| Anzahl der Nistkästen | 36 | 72 | 88 | 104 | 122 | 130 | 140 | 150 | 150 | |
| mit Steinkauzpaar belegt | 3 | 8 | 12 | 25 | 27 | 28 | 31 | 27 | 25 | |
| zeitweise belegt | 2 | 11 | 20 | 36 | 38 | 62 | 52 | 37 | 24 | |
| Anzahl der toten Eier | 0 | 1 | 1 | 2 | 3 | 5 | 10 | 5 | 1 | |
| Anzahl der lebenden Jungen | 4 |
|
33 | 51 | 63 | 70 | 71 | 47 | 95 | |
| Anzahl der lebenden Altvögel | 0 | 18 | 26 | 50 | 54 | 56 | 62 | 50 | 50 |
Montage der Nisthilfen durch Gerd Böllerschen u.
Karl-Heiz Alshut
Bauanleitung Steinkauznisthilfe bitte hier anklicken
Ansprechpartner :
Gerd Böllerschen Telefon : 02801 705503
email: gerd.boellerschen@freenet.de
Karl-Heinz Alshut email: aalshut@t-online.de
Torsten Neumann
email: torsten_neumann@web.de
Daniel Winkelmann
email: d.winkelmann@freenet.de
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Service
Treffen der Steinkauzfreunde
Am 30.11.2011 um 19.30 Uhr trafen sich die Steinkauzfreunde erstmals zu einem Informationsaustausch im NaturForum Bislicher Insel, Bislicher Insel 11. Es waren 70 interessierte Steinkauzfreunde gekommen. Nach der Vorstellung unserer Steinkauzarbeit mit der Dokumentation in Xanten wurde heftig diskutiert. Die größte Sorge Aller ist der Rückgang der Grünlandflächen durch zu starken Maisanbau. Alle befürchteten ein Rückgang nicht nur des Steinkauzes sonder die Artenvielfalt insgesamt steht auf dem Spiel. Auch ist eine Gesamterfassung des Steinkauzes im gesamten Kreis Wesel geplant. Ansprechpartnerin ist Stefanie Krüssman.
Steinkauz in Not
Bei der begonnenen Brutkontrolle in 2010 hat sich eine Nisthilfe durch den Riss eines Befestigungsbandes um 90 Grad gedreht. Trotzdem wurde in dieser Nisthilfe auch in diesem Jahr wieder gebrütet. Das ist der Beweis, das wir ein Mangel an Brutmöglichkeiten für Steinkäuze haben.
Bild: Daniel Winkelmann
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